Hallo,
ich bin Georanger Tobi und ab 2022 der Begleiter der GeoKids. Von mir erfahrt ihr Spannendes aus der Welt der Geologie und wir können zusammen Experimente probieren.
Vielleicht sehen wir uns bald im Geoportal

Euer Tobi
Soviel GEO in einem Satz?
 
Bestimmt kennt ihr auch die Begriffe Geografie, Geologie oder Geometrie aus der Schule. Aber es gibt noch viel mehr Wörter mit GEO: geografisch, geologisch, geometrisch, geophysikalisch, geopolitisch, geostationär, geozentrisch, Geocaching, Geobotanik, Geodäsie, Geohopping, Geologe, Geometer, Geomorphologie, Geophysik, Geothermie, Geowissenschaften, Geowissenschaftler....
Das Vorwort GEO kommt aus dem Griechischen und ist ein Wortbildungselement zum Thema ERDE.
 
GEOGRAFIE = Wissenschaft von der Erde, insbesondere der Erdoberfläche (kurz gesagt: Erdkunde)
GEOLOGIE = Wissenschaft von der Entwicklung, vom Aufbau und von der Veränderung der Erde einschließlich der diese bewohnenden Lebewesen in der Erdgeschichte
GEOMETRIE = die Wissenschaft der Eigenheiten von Gebilden der Ebenen und des Raumes (kurz gesagt: die Raumlehre)
Unsere Erde ist sehr, sehr alt und wir können von Glück sagen, dass alles genau so kam, wie es eben kam.
 
Milliarden von Staubteilchen umschwirrten die Sonne. Im Laufe von vielen Jahren haben sich einige von ihnen zu größeren Gesteinsbrocken zusammengeschlossen. Die Erde war nur ein Klumpen im All, kahl, extrem heiß und stand unter Beschuss herumfliegender Gesteinsbrocken. Nach und nach wuchs und formte sich unser Planet. Auf dem glühenden Ball flossen Unmengen von Lava, giftige Gase trieben in der Luft, Schwermetalle wie Eisen und Nickel wanderten in die Tiefe und bildeten den gewaltigen Erdkern.
Ein riesiger Himmelskörper wie der Mars befand sich auf Kollisionskurs Richtung Erde. Das Riesengeschoss krachte in unseren Planeten. Ein großer Aufprall riss ein Stück aus der Erde heraus. Daraus entstand unser Mond. Dieser sorgt noch heute für eine gleichmäßige Balance unserer Erde.
Die Erde sah am Anfang natürlich eher aus wie eine glühende Hölle. Wahrscheinlich hat man deshalb das Zeitalter nach dem griechischen Gott HADES benannt: Das HADAIKUM. Vor etwa vier Milliarden Jahren begannen die ersten großen Veränderungen. Die Erde kühlte weiter ab, so dass sich auf der Kruste flüssiges Wasser sammeln konnte: Meere entstanden. Vor ca. 3,8 Milliarden Jahren begann das Leben in Form von Bakterien. Der Name dieser Zeit ist das ARCHAIKUM. Durch Klimaveränderungen entstand vor 2,5 Milliarden Jahren die nächste Epoche: das PROTEROZOIKUM. Es bildete sich langsam Sauerstoff in der Atmosphäre. Aus den Einzellern wurden Mehrzeller. Das Zeitalter endete vor 550 Millionen Jahren mit einer Explosion des Lebens. Für viele Wissenschaftler wird es im PHANEROZOIKUM erst richtig interessant, weil aus dieser Zeit die ersten Fossilien auftauchten.
Vor über 500 Millionen Jahren entstanden massenhaft neue Arten - zunächst nur im Ozeanen. Dann besiedelten Pflanzen das Land und später die Tiere.
 
Das neue Zeitalter der Tierwelt wird in sechs Perioden unterteilt. Vielleicht hast du die Begriffe schon einmal gehört: Kambrium, Ordovizium, Silur, Devon, Karbon und Perm. In jeder der Perioden entstanden neue Lebewesen und andere verschwanden wieder. Die ersten Lebewesen, die sich durchgesetzt haben, waren die wirbellosen Gliederfüßer, auch Arthropoden genannt. Trilobiten folgten und gleichzeitig entwickelten sich kleinere Wirbeltiere. Im Devon kamen große Raub- und Panzerfische im Meer dazu. Am Ende des Devons tauchten auch bereits die ersten Amphibien am Land auf. Durch den hohen Sauerstoffgehalt kam es im Karbon zu einem Riesenwuchs bei den Insekten an Land, doch auch die landlebenden Wirbeltiere wurden jetzt zunehmend größer. Diese begannen nun ihre Eier an Land zu legen. Reptilien waren die ersten Tiere, die mit den Umweltbedingungen am besten zurechtkamen und sich daher rasch entwickeln konnten.
Am Ende des Permzeitalters vor ca. 250 Millionen Jahren war das größte Massensterben aller Zeiten. Über 90 Prozent aller Tier- und Pflanzenarten starben aus, vor allem in den Meeren. Der Grund ist bis heute nicht endgültig geklärt.
Im Paläozoikum - zu der Zeit, als die ersten Tiere auf der Erde lebten - veränderte sich das Aussehen unseres Planeten.
 
Zu Beginn gab es die Kontinente Godwana, Siberia, Laurentia und Baltika. Am Ende des Perms ist daraus der große Superkontinent Pangäa entstanden. Heute zählen wir sieben Kontinente: Afrika, Antarktika, Asien, Australien, Europa, Nord- und Südamerika. Unser Planet verändert sich durch die verschiedenen Platten, welche sich auf dem Magma im Erdmantel bewegen. Manche Platten bewegen sich aufeinander zu und andere voneinander weg. Es gibt aber auch Platten, die sich verhaken. Dann entstehen Erdbeben.
Du siehst also, dass sich unsere Kontinente auch heute noch verschieben. Wenn sich Erdplatten aufeinander zu bewegen, wird eine Platte unter die andere geschoben. So entstehen Gebirge und dieses formen unsere Landschaft. An manchen Stellen wird der Druck im Inneren so groß, dass Magma sich als Lava aus einem Vulkan ergießt.
Die Zeit der Dinosaurier beginnt im Erdmittelalter, vor etwa 250 Millionen Jahren.
 
Das Erdmittelalter ist in drei Epochen unterteilt: Trias, Jura und Kreide). Zu der Zeit des Trias prägte noch der Superkontinent Pangäa mit gleichmäßigen und warmen Klima das Bild der Erde. Farne, Schachtelhalme und einfache Bäume wuchsen überall in der freien Natur. Riesiges Meeressauger von bis zu 25 m durchkreuzten die Meere. Auf dem Festland wanderten große Landwirbeltiere wie der Triceratops oder Brachiosaurus auf der Suche nach Nahrung. Flugsaurier eroberten den Luftraum. Unser Superkontinent Pangäa brach allmählich auseinander. Es bildeten sich weite Flachmeere und das Klima brachte eine üppige Vegetation hervor, welche für die Dinosaurier lebensnotwendig war. Vor 65 Millionen Jahren endete die Zeit der Dinosaurier mit der Kreidezeit. Auch in Deutschland gab es Dinosaurier. So befindet sich in Bayern eine der bekanntesten Fossilienlagerstätten. Aber auch in Geoparks wie dem TERRA.vita im Teuteburger Wald oder dem Saurierpark in Kleinwelka kann man viel über Dinosaurier erfahren.
Eines der größten aufgeschlossenen Vulkangebiete Europas liegt zwischen Leipzig, Dresden und Chemnitz und ist einer der 16 Nationalen Geoparks in Deutschland – der Geopark Porphyrland.
 
Mit seinen 2000 km² Fläche befand sich dieser Vulkanitkomplex vor über 300 Millionen Jahren noch in Äquatornähe. Explosive Vulkanausbrüche mit Glut- und Aschewolken hinterließen eine Vielzahl von Gesteinen. Eine Besonderheit des Geoparks sind die Tuffe, die Porphyre und das Kaolin – aus dem man Porzellan herstellt. Im Gegensatz zu den bekannteren Schildvulkanen, die explosionsartig Lava spucken, brachen im Geopark zwei große Magmakammern ein. Diesen Trichter bzw. Kessel nennt man Caldera. Die Rochlitz-Caldera umfasst 60 km, während die Wurzen-Caldera mit 40 km die kleinere ist. Steinreiche Landschaften, begehrte Rohstoffe, besondere Geotope, abwechslungsreiche Geoportale und ausgebildete Georanger sorgen für naturnahe Erlebnisse.