Heimatmuseum Mügeln
Schulplatz 2
04769 Mügeln
 
Postanschrift:
Stadtverwaltung Mügeln
Heimatmuseum
Markt 1
04769 Mügeln
Tel: 034362/4100
Eintrittspreise:
 
Kinder bis 6 Jahre: frei
Jugendliche und Erwachsene: 2,50 € 
 
Hinweis: Ausstellung nicht durchgängig barrierefrei
Öffnungszeiten:
 
Das Heimatmuseum ist an Samstagen 14:00 - 17:00 Uhr sowie an den Fahrtagen der Bahn sonntags von 14:00 - 17:00 Uhr besetzt.

Das Heimatmuseum basiert auf der privaten Sammlung des Mügelner Sattlermeisters Richard Hummitzsch, der um die Jahrhundertwende zahlreiche spektakuläre archäologische Funde gemacht hatte. Das Döllnitztal bei Mügeln gilt als altes Siedlungsland, was schon vor tausenden von Jahren von Menschen genutzt wurde. Nach dem Tode des Sattlermeisters im Jahre 1916 kaufte die Stadt Mügeln seine Sammlung auf. Der I. Weltkrieg verhinderte vorerst die Einrichtung eines Museums. Im Rahmen des 2. Heimatfestes der Stadt im Jahre 1925 konnte das Obergeschoß des neu gebauten Gebäudes Schulplatz 4 als Museum übergeben werden. Die Dresdner Archäologen Dr. Heinz A. Knorr und Dr. Walter Grünberg ordneten 1937 den vorgeschichtlichen Bestand und zählten diesen zu den bedeutenden privaten archäologischen Sammlungen Sachsens. Nicht nur Objekte der Ur- und Frühgeschichtliche wurden hier im Heimatmuseum gezeigt. Neben einer Anzahl alter und wertvoller Bücher umfasste die fast komplette Sammlung der Innungsladen samt historischen Urkunden der Handwerksinnungen der Stadt. Das älteste Dokument geht auf das Jahr 1506 zurück. Besonders beeindruckend sind hier die von den Meißner Bischöfen und den sächsischen Kurfürsten ausgestellten opulenten Konfirmationsurkunden der Zünfte. Nach dem II. Weltkrieg machte der Lehrer Fritz Thomas zusammen mit Schülern und der Heimatforscher Otto Edler daran, die verstreute Sammlung wieder zusammenzutragen. Im Jahre 1964 konnte das Heimatmuseum, nun im ganzen Haus, wiedereröffnet werden. Im Laufe der Zeit kamen weitere bedeutende Exponate in die Ausstellung. So unter anderem Ergebnisse aus einer großen archäologischen Grabung bei Leuben. Funde der Aunjetitzer Kultur, welche die nord-westlichsten Zeugnisse der Ausbreitung darstellen. Weiter werden gezeigt interessante Funde aus frühdeutscher Zeit vom Festenberg und Teile einer slawischen Mühlsteinhauer-Werkstatt aus Sornzig. Nach einer grundlegenden Sanierung des Gebäudes anlässlich der 1000Jahrfeier der Stadt Mügeln im Jahre 1984 wurde die ständige Ausstellung wie folgt gegliedert: Geologie der Heimat / Ur- und Frühgeschichte / Stadtgeschichte / Handwerk Durch den totalen Umbau der Gesellschaft nach der Wende ergab eine Flut von bewahrenswerten Objekten, für die Kapazität des Gebäudes nicht mehr ausreicht. Zudem hat der Anspruch der Museumsbesucher bei den Repräsentationen von Ausstellungen gewandelt. Um dem gerecht zu werden, wurden seit 1991 jedes Jahr mindestens zwei Sonderausstellungen zu den verschiedensten Themen organisiert. Gegenwärtig laufen Planungen die Sammlung in die benachbarte ehemalige Mädchenschule zu verlagern.
 
Es grüßt Sie herzlichst Ihr Andreas Lobe HM_Andreas
Seit dem Tag des offenen Denkmals 2020 hat das Heimatmuseum eine neue Ausstellung.
 
Diese befasst sich mit der 150jährigen Industriegeschichte unserer Stadt. Die Betriebe waren nicht sehr groß, ihre Produkte waren aber landesweit, manchmal sogar weltweit sehr gefragt! Egal ob es Wandfliesen, Ofenkacheln, Schubkarren, Schuhe oder Farbkästen waren. Selbst Patente, wie die Ersten zu einem Betonmischer, wurden in unserer Stadt entwickelt. Bemerkenswert war, wie die Mitarbeiter die Umbrüche nach dem ersten und dem zweiten Weltkrieg sowie der Wende 1989/90 erlebten. Manchmal endete das mit einem Fiasko, manchmal mit einem furiosen Neuanfang.
 
In diesem Jahr kam eine ständige Ausstellung zur Geschichte des Mügelner Schmalspurnetzes dazu, welches das dichteste in Sachsen war. Neben ausgestellten Fotos, Berichten und Gegenständen des Bahn-Betriebes, geht die Ausstellung besonders auf die Bahnpost ein. Dazu bilden die zahlreichen und beliebten Bahnhofsrestaurants ein weiteres Thema. Auch auf einen tragischen Vorfall in der Geschichte der Schmalspurbahn wird eingegangen. Das war der größte Unfall in der sächsischen Schmalspurgeschichte, das Zugunglück bei Schrebitz vom November 1919.
 
Des Weiteren wird auf die Geschichte und Entstehung unserer Stadt eingegangen. Sehenswert sind die original eingerichteten Werkstätten verschiedener Handwerke.
 
In Vorbereitung befinden sich Ausstellungen zur Ur- und Frühgeschichte unserer Region sowie zu Persönlichkeiten, die in unserer Stadt geboren oder groß geworden sind, welche in der Landes- oder Weltgeschichte etwas bewegt haben.
Sonderausstellung Heimatmuseum
 
Nach langer Zeit können wir die Räumlichkeiten des Heimatmuseums mit einer Sonderausstellung wiedereröffnen.
Diese beschäftigt sich mit dem Schaffen von Gottfried Münch. Endlich können wir diese am Sonnabend, den 5. März 14 Uhr repräsentieren. Zu dem Datum nimmt auch das Heimatmuseum seine regelmäßige Öffnung wieder auf. Die neue moderne Toilettenanlage in der Alten Mädchenschule steht kurz vor der Fertigstellung. Wie es mit der Sanierung des Gebäudes weiter geht, soll sich in nächster Zeit entscheiden.
Renovierung im alten Museumsgebäude
 
Im alten Museumsgebäude Schulplatz 4 ist die obere Etage mit vielem freiwilligem Arrangement saniert worden. Neben Mitgliedern des Heimatvereins wirkten hier Bernd Thämmig und Christian Hoßbach mit.
Wir danken auch den Firmen Farben Meffert AG Ostrau, Elektro-Teichmann und dem Baubetrieb Naumann für ihre Unterstützung. Die Elektrik samt Beleuchtung wurde erneuert. Die Wände mit einem frischen Anstrich versehen. Der Fußboden erhielt einen neuen strapazierfähigen Belag.
Hier im ersten Obergeschoß soll einmal die Ur- und Frühgeschichtliche Ausstellung des Museums präsentiert werden. Dazu wurden neuwertige Vitrinen angeschafft, die überzählig waren und uns freundlicherweise von der Burg Mildenstein in Leisnig und vom Stadt- und Waagenmuseum Oschatz zur Verfügung gestellt wurden.
Unsere bedeutsame Sammlung kann somit viel besser gezeigt werden. Zu dem kommt noch, dass der vorhandenen Bronzeschmuck sowie die äußerst wertvolle Bernsteinkette aus der Bronzezeit mit Fördermitteln restauriert und sich in neuer Schönheit darstellen. Ein Raum befasst sich mit bedeutenden Persönlichkeiten, die im engen Zusammenhang mit Mügeln stehen.
Diese Ausstellung würden wir gern mit Schülern der Goetheschule erstellen. Wann wir diesen Museumskomplex wiedereröffnen können, steht noch nicht fest. Das Treppenhaus zum Ausstellung muss noch saniert werden. Vielleicht können wir hier zum Weltmuseumstag, den 15. Mai schon etwas vorzeigen.
Alle Mügelner Hefte zur Stadt- und Industriegeschichte findet Sie im Heimatmuseum, Buchhandlung Varius, Tintenpott und Geoportal.
Stadtführungen mit unserem Nachtwächter Andreas Lobe