Auf den Spuren des Kaolinbergbaus
 
Für die drei Wandervorschläge (siehe Foto rechts) können die drei Bahnhöfe Mügeln, Kemmlitz und Glossen als Ausgangs- oder als Zielpunkt der Wanderung dienen. Bei der Kurzbeschreibung der Touren wurde von den beiden „Endstationen“ der Döllnitzbahn ausgegangen. Wie schon erwähnt, kann man generell natürlich auch den Bahnhof Mügeln als Ausgangspunkt der Touren wählen und von den Stationen Glossen oder Kemmlitz aus die Rückfahrt nach Mügeln oder Oschatz antreten, wie in der beigefügten Kartenskizze zu erkennen ist.
 
Fahrtage und Fahrpläne der Döllnitzbahn können dem Internet unter www. doellnitzbahn.de entnommen werden.
 
von Günter Schwerdtner
Tour 1 Glossen-Kemmlitz:

Starten wir am Bahnhof Glossen, so kann man auf kurzem Wege (ca. 3,0 km) über den Wachberg und die Straße S37 nach Kemmlitz, dem Zentrum der Kaolingewinnung in Sachsen seit 1883, wandern. Zu bestimmten Zeiten (siehe z.B. Fahrplan Dampfzüge an ausgewählten Terminen 2018) ist es möglich, von hier mit dem „Wilden Robert“ nach Mügeln bzw. Oschatz zurückzufahren. Eine längere Tour von ca. 10,5 km führt von Glossen über Pommlitz, Querbitzsch (Döllnitzquelle im Haus Nr.1) und Börtewitz durch das reizvolle Kemmlitzbachtal, vorbei am „Silbersee“ (5) und durch eine typische Bergbaufolgelandschaft nach Kemmlitz
 
Tour 2 Glossen-Mügeln:

Von Glossen aus lässt sich aber auch das Gebiet nördlich der Döllnitz auf zwei Routen, ca. 8,5 bzw. 11 km lang, erwandern. Beide Touren passieren zunächst Gröppendorf (2), die längere Tour verläuft dann durch das landschaftlich sehr schöne Streitbachtal, durch den Wermsdorfer Wald (Allee 8) und über Berntitz nach Mügeln zurück. Eine kürzere Variante führt über Seelitz und Nebitzschen, vorbei am aktiven Kaolintagebau Schleben/Crellenhain (6) nach Mügeln. Je nach Zeitplan kann man natürlich auch ab Mügeln über die angegebene Strecke wandern und ab Glossen mit dem „Wilden Robert“ zurückfahren.
Tour 3 Kemmlitz-Mügeln:

Von Kemmlitz aus wandert man auf einer sehr schönen Route über den Naturerlebnispfad am ehemaligen Tagebau Frieden und einen Feldweg zunächst bis Neusornzig. Hier muss man sich zwischen zwei Streckenlängen entscheiden: Über Sornzig (Kloster Marienthal besuchen!), weiter zur Kranichau bei Oberhof, dann den Gaudlitzer Weg nach Mügeln, Länge der Tour ca. 9 km. Mit ca. 7 km ist die Tour ab Neusornzig über Baderitz (3) und Paschkowitz nach Mügeln etwas kürzer. Diese Wanderungen sind besonders in der Zeit der Obstbaumblüte zu empfehlen. Schließlich ist es auch möglich, ab Kemmlitz parallel zur Bahn und das Kemmlitzbachtal abwärts auf einem Wiesenweg über Poppitz nach Nebitzschen zu wandern. Der Rückweg führt am Kaolintagebau S/C (6) vorbei über Altmügeln zum Bahnhof Mügeln.