|
|||||||||||||||||||
Nordlicht über
Mügeln.
Eine ganz seltene Naturerscheinung wurde am gestrigen Abend zwischen 8 und 9 Uhr am nächtlichen Firmament beobachtet. Eine zunächst unerklärliche Röte vom Horizont bis zum Zenit hatte den Himmel bezogen. Besonders intensiv trat diese Erscheinung gegen Norden und Nordwest auf. Anfänglich vermutete man einen riesigen Brand in größerer Entfernung. Zudem zogen noch beständig mächtige Wolken wie riesige Rauchfahnen vor vielen seltsamen Lichtscheinen vorüber Es handelte sich bei dem erdbeerfarbenen strahlenden Licht um ein Nordlicht, in dem das unbewaffnete Auge zahlreiche Sterne beobachten konnte. Das Nordlicht war in seiner gestrigen Erscheinung ganz besonders stark und wurde seit Jahrzehnten in einer derartigen Intensität nicht mehr beobachtet. Nicht nur aus Sachsen, sondern auch aus dem übrigen Deutschland liegen zahlreiche Meldungen vor, die da tun, dass das Licht bis hinunter zu den Alpen wahrgenommen werden konnte. So kommen auch Berichte aus Südtirol und aus dem bayrischen Oberland, aus München und anderen Orten Bayerns. Auch aus Schlesien kommen Meldungen, die von einem bläulichen Licht am Nordhimmel berichten, das im Zenit eine purpurne Färbung annahm. Wie nun dazu Dr. Thüring von der Sternwarte München erklärt,
handelt es sich tatsächlich um ein Nordlicht. Ströme kleinster
Teilchen (Elektronen) gehen von der Sonne aus und treffen auf die allerhöchsten
Luftschichten der Erde, die durch den Anprall zum Leuchten gebracht
werden. Diese Erscheinung kommt, wie Dr. Thüring feststellt, in
der Nähe der beiden Erdpole am häufigsten vor. Das ist darauf
zurückzuführen, dass die Erde magnetisch ist und die beiden
Magnetpole in der Nähe des Nord und Südpols die von der Sonne
kommenden Elektronen zunächst zu den Polen hinziehen. |
|||||||||||||||||||